Hermann Hesse: Unterm Rad
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Hermann Hesse: Unterm Rad


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Fragen zu Kapitel 3 und 4

1. Charakterisiere die Beziehung von Hans Giebelrath zu Hermann Heilner!

Hermann Heilner ist – wie Hans Gienebrath auch – ein Schüler und ist mit ihm im selben Raum im Internat. Der Name Hermann scheint wohl mit dem Autor des Werks (Hermann Hesse) zusammenzuhängen. Heilner ist – wie Hans auch – ein begabter Schüler, aber nicht so fleißig wie er. Heilner liest jedoch Schiller und Shakespeare.
Hermann Heilner wird von Hesse so eingebaut, dass er das alte „Ego“ von Hans darstellen soll. Am Anfang ist die Beziehung zwischen Hans und Hermann eher nicht so gut und sie beschimpfen sich. Hermann beschimpft Hans als Streber.
Die Beziehung zwischen den beiden scheint besser zu werden, als sie sich zusammen an den See setzen. Sie haben ein Gespräch über den Herbst und Schiffe.
Hermann Heilner sehnt sich nach einem Freund und teilweise sogar nach Zärtlichkeit. Das kommt sogar so weit, dass Hermann Hans auf den Mund küsst. Es scheint so zu sein, dass beiden der körperliche Kontakt fehlt.
Die Beziehung zwischen Hans und Hermann kommt danach wieder zu einer normalen freundschaftlichen zurück.

Welche unterschiedlichen Stadien der Beziehung kann man erkennen?

Das erste Stadium ist das ausgrenzen und mobben von Hans. Heilner beschimpft ihn sogar als Streber.
Nach dem Treffen am See beginnt eine Freundschaft zwischen Hans und Hermann.
Aus dieser Freundschaft wird, als sich Hans und Hermann küssen, eine Art „schwule“ Beziehung.
Daraus entwickelt sich dann eine normale Freundschaft.

2. Beschreibe Hans Giebelraths Entwicklung in Maulbronn als Prozess von Selbstfindung und Selbstentfremdung!

Die Selbstfindung Hans beginnt in dem kurzen Abschnitt indem er sich von den Pflichten von Vater, Rektor und Pfarrer löst. Er löst sich auf von den Lehrern. Er ist für eine kurze Zeit ohne Druck und damit nicht von ihnen beeinflusst. Dann taucht Heilner auf der für Hans ein Art Vorbild ist, denn er ist rebellisch, versucht sich von der Gesellschaft die Einflüsse zu entziehen. Hans orientiert sich an Heilner und versucht genauso zu sein wie er obwohl er nichts davon bemerkt. Er sieht Heilner als sein altes „Ego“ an. Dabei vergisst er immer mehr seinen Ehrgeiz der Primus zu sein und das Examen zu bestehen. Statt fleißig und vertrauenswürdig zu sein wird er langsam immer mehr träumerisch und rebellischer je länger er mit Heilner zusammen ist. Durch diese Veränderung wird Hans von den Lehrern vorher hochgeschätzt später verachtet der es nicht mehr verdient hat im Kloster an den Seminaren teil zu haben.

3. Funktion und Gestaltung der Ironie (z.B. III/53-54)

Mit Ironie ist gemeint, etwas zu sagen, obwohl man das Gegenteil meint. In den Kapiteln 3 und 4 wird von Hesse viel Ironie verwendet. Hesse gestaltet die Ironie mit Übertreibung. Das sieht man z.B. an der Beschreibung des Klosters Maulbronns von Hermann Heilner. Er beschreibt es als „pächtig“. Es sei „groß“ und „verlockend“. Weiter beschreibt er: „graziöse, entzückende Schönheit; köstliche Brunnenkapelle; edles Kreuzgewölbe; malerische Mauern; verlockender Wohnsitz.“ Auch das alles ist nur Übertreibung. Man merkt dies vor allem, wenn man die Kapitel mehrere male liest. Hesse scheint wohl sagen zu wollen, dass das Kloster Maulbronn nicht gerade schön ist.

3.6.08 15:20
 


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